Spargel, Tod und George Clooney oder: Wieder was gelernt

•Donnerstag, 28. Mai 2009 • Kommentar schreiben

28.05. Münster Sinn und Sünde

Kinder, wie die Zeit vergeht! Eben erst die gelbe Perücke aufgesetzt und schon ist die Tour wieder zu Ende. Heute feiern wir in Münster noch ein vorerst letztes Mal unsere horror-rockende Geisterjäger-Show, und die Münsteraner feiern ordentlich mit.
Wie sich das für eine ordentliche Dernière gehört, wird heute Abend auf der Bühne gescherzt, was das Zeug hält.
Ob SupaKnut als Krankenhausarzt seinem Patienten Thomas einen in Tabasco getauchten Holzspatel in den Mund steckt, Britta als Frau Brandner John Sinclair ausnahmsweise ungerührt Zigarettenrauch in die Nase bläst, um anschließend ihren Sohn Ralfi fast um den Verstand zu knutschen, ich als Will Mallmann aus jedem offenen Glas und aus jeder offenen Flasche statt Wasser Whiskey trinken muss, die Bühnennutten noch freizügiger sind als sonst oder Requisiten von den Kollegen am Boden festgeklebt worden sind, heute ist alles ein bisschen anders als sonst.

Das Publikum tobt am Ende und wir beenden unsere Clubtour im Mai 2009 mit der sicheren Erkenntnis, dass

- …das VPT-Publikum das Prädikat „Besonders Rock’n’Roll“ verdient.
- …der rechte Fuß vor, das linke Bein aber nachgezogen werden muss.
- …Gunther von Hagens gruseliger ist als Doktor Tod.
- …Hannover diesmal am lautesten applaudiert hat.
- …es in der Spargelzeit auf der Bustoilette viel besser riecht als sonst.
- …Detlef Bierstedts Stimme besser klingt als George Clooney aussieht.
- …wir wiederkommen!

Vielen Dank fürs Dabeisein!

Bisbald, Euer Christoph

Kojen, Schweiß und Körperwelten

•Sonntag, 24. Mai 2009 • Kommentar schreiben

24.05. Berlin Postbahnhof

Schon seit ein paar Tagen haben wir Kaiserwetter. Das ist zwar schön, weil man endlich wieder mit kurzen Hosen und T-Shirt rumlaufen kann, bedeutet aber auch, dass man nicht mit einem großen, dunkelblauen Bus durch die Gegend fahren und schon gar nicht darin schlafen sollte.
Das Vollplaybacktheater fährt übrigens mit einem großen, dunkelblauen Bus durch das die Gegend. Und schläft auch darin. Dumm das, denn wenn es draußen im frühlingsverwöhnten Deutschland wunderbar angenehme 26 Grad hat, kann man in der Mittagszeit in unseren Kojen gerne mal gefühlte 70 Grad erleben. Da der Mittag unsere bevorzugte Aufstehzeit ist, wacht man dann grundsätzlich in einem Zustand auf, der sich innerlich völlig verdörrt anfühlt, äußerlich befindet man sich aber in vom Schweiß durchnässter Bett- und Nachtwäsche. Hmm… Herrlich!

Wie gesagt, die Witterung hält schon ein paar Tage an, und so langsam lernt man daraus. Das heißt also zeitig Aufstehen, bevor der Bus Sahara-Temperatur erreicht.
Wenn man das tut, hat man als VPT-Spieler plötzlich verdammt viel Zeit. Da trifft es sich doch, dass im angrenzenden Gebäude heute eine interessante Ausstellung zu bewundern ist.
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Zombie Gala

•Montag, 18. Mai 2009 • Kommentar schreiben

18.05. Essen Lichtburg

50 Hörspiel-Folgen John Sinclair, 50 mal Geister, Dämonen, Mord und Totschlag und 50 mal der Mann mit dem Silberkreuz, der die Welt rettet.
Audio Lübbe und das Vollplaybacktheater feiern dieses Großereignis zusammen heute auf der großen Zombie-Gala in der alterwürdigen Lichtburg zu Essen. Und alle sind gekommen: Oliver Döring, der Macher der Hörspiele, die Sprecher derselben, jede Menge Prominenz, der Autor Jason Dark und natürlich das wunderbare VPT-Publikum.
Zum Auftakt lässt es sich der Erfinder unseres Helden nicht nehmen, im Foyer der Lichtburg jede Menge Autogramme zu schreiben. Hunderte von treuen Sinclair-Fans sind heute Abend hier und können sich ihre Poster, Romane und CDs mit Jason Darks Unterschrift veredeln lassen.
Pünktlich um 20 Uhr geht es dann los. Zunächst betritt Hennes Bender die Bühne, selbst seit stolzen 12 Jahren treuer VPT-Zuschauer und längst guter Freund der Vollplaybacktheater-Familie.
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Fies behaarte Prostituierte

•Samstag, 16. Mai 2009 • Kommentar schreiben

16.05. Düsseldorf Stahlwerk

Der VPT-Zug rollt wieder! Nach einem ersten Auftakt am 10. Mai im heimischen Wuppertal sind wir froh wieder unterwegs zu sein und unsere im letzten Jahr bereits angetestete John Sinclair „Den rechten Fuß vor, das linke Bein nachziehen“-Clubtour fortzusetzen.
Zwei Wochen Tour waren für dieses Stück einfach zu wenig und so ermitteln sich John und Will Mallmann wieder durch die Republik, will sagen durch den Spessart, noch genauer gesagt das dort ansässige Horror-Schloss, das sich alsbald als gruseliges Edel-Bordell entpuppt, in dem nicht nur fies behaarte Prostituierte sondern auch der Schwarze Tod höchstselbst ihr Unwesen treiben.

Nach einem langen Jahr Babypause ist Britta wieder mit auf Tour, was nicht nur uns, sondern auch das Publikum freut. Sowieso ist man in Düsseldorf mal wieder in Feierlaune und bereitet uns einen Tourstart der Lust auf mehr macht. Noch 12 weitere Termine sollen jetzt im Mai folgen und das ist gut so, denn es macht verteufelt viel Spaß das „Horror-Schloss“ zu spielen. Wir haben auch nur wenige Wiederaufnahmeproben gebraucht um uns Text, Umbauten und Umzüge wieder draufzuschaffen, inklusive der Fähigkeit, nassgeschwitzte Damenunterwäsche und Netzstrumpfhosen rechtzeitig wieder auszuziehen, um im nächsten Moment als John Sinclair im Adamskostüm über die Bühne hüpfen zu können.

Kinder, Kinder, wie sind wir bloß zu diesem Beruf gekommen?

Bisbald, Euer Christoph

Fotos: David J. Becher, Thorsten Cronauge

Diese drei Sänger aus Barcelona

•Montag, 26. Januar 2009 • Kommentar schreiben

25. & 26.01. Nürnberg Hirsch

Über Nürnberg kann man viel erzählen. Da wir zwei Tage hintereinander hier gastieren, haben wir viel Zeit uns die Stadt anzuschauen. Thorsten und ich jedenfalls, denn während die anderen im Tourbus den halben Tag verschlafen, haben wir uns heute mal den Wecker gestellt und fahren mit dem Linienbus in die Innenstadt, in der es viel zu sehen und zu erleben gibt.

Wir sehen uns die historische Altstadt an, essen mittags beim feinen Italiener direkt am Hauptmarkt, besichtigen die Frauen- und die St. Sebalduskirche (Ja, was denkt ihr denn?), probieren ein paar Lebkuchen, gehen zwischendurch sieben (!) Stockwerke unter der Erde in ein riesiges Kino (mein erster 3D-Film seit ich mit 12 Jahren im Kuppelkino im Safaripark Stukenbrock war), genießen danach bei feinstem Sonnenschein den Ausblick vom Turm der großartigen Kaiserburg und verköstigen schließlich selbstverständlich einige original Nürnberger Rostbratwürstel, bevor wir zurück zum Hirsch fahren.
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