Gesundheit!
16. 01. 2008 Osnabrück
In Osnabrück spiele ich besonders gerne, nicht nur weil die Zuschauer hier stets zahlreich und extrem begeisterungsfähig sind, sondern auch, weil ich ursprünglich hier aus der Nähe komme und ich so ein leichtes Zuhause-Gefühl habe. Hier in der Stadthalle war ich zum Beispiel auf meinem allerersten Rockkonzert…
Der Saal brummt auch heute und wir haben richtig Spaß.
Nach so einem Auftritt ist natürlich Adrenalin im Blut, und wenn man dann spät abends in den Bus steigt, um die weite Strecke nach Erlangen anzutreten, ist an Schlafen erstmal nicht zu denken.
Also vertreiben wir uns die Zeit mit lustigen Dingen: Das Prominenten-Raten mit Zettel an der Stirn erfährt auf dieser Tour eine Renaissance.
Ebenso beliebt sind seit Neuestem die so genannten `Black Stories´ – kurze Szenarien, in denen meist ein oder mehrere Tote vorkommen und deren Tathergang die Gruppe durch das geschickte Stellen von Ja- und Nein-Fragen herausfinden muss. Sehr lustig und natürlich genau das richtige für Juniordetektive wie uns…
Zur Entspannung zwischendurch kommt reihum dieses schöne Gerät zum Einsatz:

<<< Die Kopfkralle (den offiziellen Fachausdruck hab ich wieder vergessen, Ihr könnt ihn aber unter britta@vollplaybacktheater.de erfragen) ist ein extrem angenehmes Ding. In vollem Einsatz sieht das etwa so aus: >>>
Der Clou an diesem speziellen Exemplar, das ich vor einiger Zeit mal beim Wichteln zugeschanzt bekommen habe, ist jedoch, dass es batteriebetrieben die Drähte und damit den Kopf zum Vibrieren bringt. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten, denn schnell bekommen wir heraus, dass man damit nicht nur die Kopfhaut stimulieren kann. Nee – nicht was Ihr jetzt denkt!!
Wenn ich mir einen der Drähte von außen an den Nasenflügel halte, kitzelt das dermaßen im Kolben, dass ich nach wenigen Sekunden herzhaft niesen muss, und das funktioniert nicht nur bei mir! Innerhalb kürzester Zeit wackelt der ganze Bus vom Prusten und Schnauben des gesamten Vollplaybacktheaters. Selbst Techniker und Tourleitung können sich diesem Genuss nicht entziehen.
Die Augen tränen vom Niesreiz bzw. vom Gelächter der Umstehenden. Die Nasen sind befreit, man fühlt sich leicht, die Taschentuchindustrie erfährt einen ungeahnten Aufschwung. Wir haben eine neue Droge gefunden. Noch ein letztes mal die Nasenschleimhäute zum Schwingen bringen, noch ein letztes lautes `Hatschiiiieeh!´, dann geht’s ins Bett.
Bisbald, Euer Christoph
Fotos: Doktor Thomas, Eddi






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