Wrinkle, wrinkle, little nose
21. 01. 2008 Marburg
Die Königin ist tot, es lebe die Königin!!
Gestern noch zu Tode betrübt, heute wieder himmelhochjauchzend. Nach einem netten Nachmittag im schnuckeligen Marburg, einer seltsamen Aufzugsfahrt (hier werden Aufzüge als öffentliche Verkehrsmittel benutzt) und einer gelungenen Show mit Fans, die sich richtig was vorgenommen haben (schöne Grüße an den jungen Mann, der uns selbst beim Abbau noch fotografierenswert fand), finden wir heute Abend auch im Bus ein Festival der guten Laune vor:
Die (nahezu) imaginäre Kneipe in unserem Nightliner feiert um 01:11 Uhr unter dem Namen „Nasenrümpfer“ ihre Neueröffnung. Der Laden ist geschmückt mit Luftschlangen, Papphütchen und Karnevalströten. Es läuft Musik und hinter dem Tresen finden wir eine ausgelassene Dschamilla vor, die stolz ist, ihre neue Gastronomie zu präsentieren.
Das Bier schmeckt so gut wie immer, für Kirsten gibt es kalte Weisweinschorle, sogar ein Rest vom Portwein lässt sich noch auftreiben, die eigentliche Spezialität des Ladens ist jedoch die „Nasenkralle Gold“ (siehe Tagebucheintrag Osnabrück), die unsere neue Wirtin wohl zu dem Namen des Lokals inspiriert hat.
Und so geht es schon wieder mit dem kollektiven Niesen los. Ein paar Stunden und ein paar mehr Flaschen Bier später haben wir herausgefunden, dass es noch wesentlich direktere Wege gibt die Nase zu befreien: Man nehme das Ende einer Luftschlange, zwirbele es nach eigenem Gutdünken, schiebe es sich tief in ein Nasenloch und lasse das Niesen über sich kommen.
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie es aussieht, wenn lauter angetrunkene VPTler mit Luftschlangen in der Nase am Tresen stehen und sich die Seele aus dem Hals niesen?
„Mein Gott, sind die krank!“ müsst Ihr Euch jetzt denken.
Da liegt Ihr natürlich vollkommen falsch mit – schließlich niesen wir alles, was sich festsetzen und uns krank machen könnte, sofort raus: Bazillen, Rotz und Hirnzellen.
Bisbald, Euer Christoph
Fotos: Eddy, Doktor Thomas








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